Radelnd durch Berlin

Update 17. Juli 2018: Seit dieser Woche können Inhaber eines BVG-Abos 20 Minuten kostenlos mit Leihfahrrädern von Deezer Nextbike durch Berlin fahren.

Update 14. Juli 2018: Nachdem der Bikesharing-Anbieter oBike offenbar insolvent ist, wird wohl auch ofo nach 3-monatiger Testphase sein Geschäft in Deutschland aufgeben. - Schade! :-(

Die Fahrraddichte in Berlin hat enorm zugenommen. Man könnte meinen, dass innerhalb des S-Bahn-Rings LKW-weise grüne, gelbe, orange und silberne Fahrräder abgeladen werden. Haha ... klingt witzig ... Moment? - Dem ist aber wirklich so! Unternehmer aus Asien und dem Rest der Welt platzieren überall in Berlin (und auch anderen deutschen Großstädten) farblich aufällige Fahrräder. Das tun die aber nicht, um die Stadt zu verschönern, sondern um Geld zu verdienen, denn bei den Fahrrädern handelt es sich um Leihräder.

Gelbe Fahrräder in Berlin sind also nicht zwangsläufig Dienstfahrräder der Post! Es könnte sich hierbei also auch um ein Mietfahrrad von ofo handeln.

Hier ein kurzer Überblick über die Anbieter von Leihfahrrädern in Berlin:

Kart in der App mit Standorten von Ofo-Fahrrädern in Berlin Fahrt mit dem Ofo-Fahrrad

Für (je nach Anbieter) ca. 1 Euro je halbe Stunde kann man sich eines der vielen herumstehenden Fahrräder per Handy-App ausleihen und Berlin erkunden, zur Arbeit fahren oder einfach nur durch die Gegend cruisen. Das wollte ich ausprobieren und habe mich für ofo entschieden.

Eigentlich spielt es fast keine Rolle für welchen Bikesharing-Anbieter man sich entscheidet. Was mir bei ofo jedoch gefallen hat ist nicht etwa die gelbe Farbe sondern, dass es keine festen Kosten gibt, die Rückgabe nicht an einen festen Ort gebunden ist und dass zum ersten Test keine Registrierung notwendig ist.

Und so lief meine erste Fahrt ab:

geparkted Leihfahrrad von Ofo

Drei Kilometer später beendete ich meine 20-minütige und vor allem kostenlose Testfahrt von Friedrichshain nach Mitte. Ich stellte das Leihrad an der Straße ab, verschloss es und beendete die Fahrt mit der App.

Mittlerweile bin ich registriert. Die erste Fahrt nach der Registrierung war übrigens auch nochmal kostenlos. Aber selbst die 80 Cent für 20 Minuten sind in meinen Augen kein großes Geld. Für die Nutzung eines Ergometers im Fitnessstudio würde man deutlich mehr bezahlen und nichteinmal was von Berlin sehen.

Ich bin seither auf dem Weg ins Büro einige Male früher aus der S-Bahn ausgestigen, um mich auf's Rad zu schwingen und einen Teil des Weges radelnd zu absolvieren. Das einzige Problem ist die nicht allzu große Verbreitung der ofo-Räder. Mit der App hat man in dieser Hinsicht aber relativ schnell einen Überblick wo man ein Fahrrad in der Nähe findet. Bisher hat es aber immer gut geklappt!

Man sagt übrigens, dass Radfahrer zu den Ärmsten Menschen gehören, sie pumpen sich sogar Luft ... haha? ... Wie auch immer, bei den meisten Leihfahrrädern braucht man sich um Luft in der Bereifung keine Sorgen machen, die haben Vollgummi-Räder.

So und jetzt rauf auf's Rad und gute Fahrt!